Über uns

Leo Kestenberg Musikschule - Leitbild

Wir

  • sind für alle da, denen Musik wichtig ist.
  • entwickeln Unterrichts- und Musikangebote für Menschen aus allen Altersgruppen, allen gesellschaftlichen Schichten und aus den verschiedenen Kulturen.
  • fördern die individuellen Begabungen unserer Schüler_innen.
  • machen Mut, sich aktiv musikalisch zu betätigen, zu singen und zu spielen, alleine und gemeinsam mit anderen.
  • fördern das Musikverstehen, die Kenntnis der Musiksprachen und der Musikgeschichte
  • kooperieren mit anderen Einrichtungen innerhalb und außerhalb des Bezirkes, mit Kindergärten, Jugendfreizeiteinrichtungen, Orchestern, Chören ...
  • arbeiten in gegenseitigem Respekt zusammen – an der Weiterentwicklung und Verbesserung unserer Bildungsangebote

Schutzkonzept

Als Musikschule haben wir eine besondere Verantwortung für die uns an­vertrauten Kinder und Jugendlichen, die wir viele Jahre intensiv begleiten. Im Zentrum unserer musikpädagogischen Arbeit stehen die Stärkung der Persönlichkeit und die Förderung der musikalischen Grundlagen und individuellen Ausdruckskraft.

Deshalb möchten wir mit unserem Schutzkonzept, das bereits vom Kinderschutzbund befürwortet wurde, sicherstellen, dass unsere Institution ein sicherer Ort vor sexualisierter Gewalt gegenüber Kindern und Jugendlichen ist.

Neben einem Präventionskonzept und klaren Verhaltensregeln finden Sie hier auch Leitbild und Handlungsleitfäden sowohl für die Prüfung der persönlichen Eignung als auch zur Dokumentation und für das Krisenmanagement.  

PDF - Schutzkonzept

"Wir sind da für alle, denen Musik wichtig ist" - für alle?

 

Musik kann helfen, Grenzen zu überwinden. Wir tragen dazu bei.

Schon lange gibt es bei unseren Unterrichtsangeboten keine Altersgrenzen (-> Angebote für Erwachsene). Und zu der klassischen Musik kommen bei uns immer neue Stile hinzu: zuerst der Jazz, dann Rock- und Popmusik; und mehr und mehr auch Musik aus verschiedenen Kulturen.

Wo wir Barrieren erkennen, wollen wir sie abbauen. Manchmal braucht es Zeit, gerade wenn bauliche Veränderungen nötig werden. Z.B. fehlen uns noch viele Fahrstühle. Aber wir haben in jedem Ortsteil auch Unterrichtsräume, die sie ohne Treppen erreichen.

Finanzielle Probleme lassen sich mit Entgeltermäßigungen verringern. In besonders schweren Situationen hat der Förderverein der Leo Kestenberg Musikschule schon oft helfen können.

Auch sprachliche Barrieren wollen wir überwinden. Unsere Lehrkräfte kommen aus vielen Ländern. Sie sprechen viele verschiedene Sprachen. Wünschen Sie sich Unterricht in Ihrer Muttersprache? Schreiben Sie uns! Mit etwas Glück finden wir jemanden, mit dem Sie sich in Ihrer Muttersprache verständigen können.

Viele körperliche Probleme müssen beim Musik-Machen nicht behindern. Berühmt sind die Beispiele von Menschen, die nicht sehen könnten und trotzdem zu bekannten Musikern geworden sind.

Zur Freude an der Musik braucht es aber keine Höchstleistungen. Es kommt darauf an, sich musikalisch auszudrücken. Und wenn man dazu kommt, mit anderen gemeinsam zu musizieren, macht das besonders Spaß.

Unser Ziel ist es, jeden Schüler individuell zu fördern. Das bedeutet, dass wir besondere Fähigkeiten ebenso berücksichtigen wie das persönliche Lerntempo.

Inklusion bedeutet den Abbau von Barrieren. Besonders deutlich erlebt man Barrieren bei Behinderungen. Viele glauben deshalb, dass sich Inklusion nur an Menschen mit Behinderungen richtet. Der Anspruch geht aber viel weiter

Niemand soll ausgeschlossen werden.

Wenden Sie sich an uns, wenn Sie hierzu Fragen und Wünsche haben!

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Angebote für Erwachsene

Man ist nie zu alt, ein Instrument zu lernen oder Gesangsunterricht zu nehmen. An der Leo Kestenberg Musikschule erhalten Erwachsene in jedem Instrumentalfach Unterricht. Wenn Sie bereits singen oder ein Instrument spielen, können Sie auf ihrem Niveau in den Einzelunterricht einsteigen. Sie können aber auch ein Instrument ihrer Wahl von Beginn an lernen oder, wenn Sie gerne singen, ihre Stimme ausbilden lassen.

Für Fortgeschrittene gibt es die Möglichkeit, an einem Kammermusik-Ensemble für klassische, Alte Musik oder Neue Musik (Neue Musik. Neue Ton- und Klangkunst) mitzuwirken oder in eine Band der Fachgruppe Jazz, Rock, Pop einzusteigen. Wer in einem Streich- oder Sinfonieorchester mitwirken möchte, findet in den verschiedenen Ortsteilen des Bezirkes mehrere Angebote. Dies gilt ebenso für die Chöre der Musikschule, unter denen Sie zwischen verschiedenen Stilrichtungen und Formationen wählen können.

Für diejenigen, die gerne in der Gruppe musizieren möchten, aber noch nie ein Instrument gespielt oder Erfahrungen im Gesang gemacht haben, wurden spezielle Projekte eingerichtet. Dazu zählen beispielsweise das Blasorchesterprojekt (-> Bläserensembles) und die Bandklassen für Erwachsene  (-> Ensembles Jazz, Rock, Pop). Es geht um die Freude am gemeinsamen Musikmachen und am Erleben von Musik.

Das Blasorchesterprojekt richtet sich an Menschen, die gleichzeitig ein Blasinstrument erlernen und im Orchester spielen wollen. Der Klassenunterricht wird über die Dauer von zwei Jahren wöchentlich erteilt. Er beginnt mit Gruppenunterricht in den einzelnen Instrumentensätzen und einer anschließenden Orchesterprobe. Zur Wahl stehen Flöte, Klarinette, Saxofon, Trompete, Posaune, Horn, Tuba und Schlagwerk. Die Instrumente werden von der Musikschule gestellt. Nach Durchlaufen der Bläserklasse ist der Einstieg in ein weiterführendes Ensemble möglich. Zur Wahl stehen Ensembles mit klassisch-orchestralem Schwerpunkt oder mit offenerem Bandkontext und Raum für Improvisation.

Für Senioren gibt es das Angebot „Musik aktiv 55+“ (Leitung: Barbara Tzschätzsch) Hier wird Raum für Gemeinsamkeit und Kreativität geboten. Sie können singen, swingen, Rhythmus fühlen, hören, sich bewegen, ausprobieren, mit Liedern, Rhythmen und Musik aus Klassik, Folklore oder Popmusik.

Oder Sie buchen einen Gruppenunterricht mit dem Angebot „Musizieren mit der Großen Tisch-Harfe“ (Leitung: Barbara Tzschätzsch). Die Tisch-Harfe ist ein leicht zu erlernendes Musikinstrument, das für Menschen jeden Alters geeignet ist. Markierungsblätter, die unter die Saiten geschoben werden, ermöglichen das Melodie- oder Begleitspiel ganz einfach von Punkt zu Punkt. Notenkenntnisse sind nicht erforderlich, aber natürlich kein Hindernis.

Senioren höheren Alters sind eingeladen, an einem der Chöre des Programms „Senioren singen!“ (-> Ensembles: Chöre) teilzunehmen. Hier treffen in wöchentlichem Rhythmus alte Menschen zusammen und singen in lockerer und fröhlicher Atmosphäre. Jede Stimme ist zum Singen geeignet und willkommen. Gesungen werden alte Volkslieder und Schlager. Diese sind eine Fundgrube an schönen Melodien, sie spenden Trost, bringen Freude, wirken heilend - mal laut, mal leise, hell und rein, wild und kraftvoll oder zart: "Singen im Senioren-„Chor der Freude“, das macht mich froh. Bis heute verpasse ich keine Stunde, bin dankbar, in dieser frohen Runde. Und das seit zehn Jahren. Jede Minute, die ich hier singe, verlängert mein Leben um eine Stund’. Nun können Sie sich denken, wie alt ich werde. Heute bin ich 99 Jahre alt" (Ein Chormitglied)

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Kooperationen mit öffentlichen Einrichtungen

Die Leo Kestenberg Musikschule unterhält zahlreiche Kooperationen mit öffentlichen Einrichtungen, z.B. Kindertagesstätten, Allgemeinbildende Schulen und Seniorenfreizeitstätten (siehe Angebote für Erwachsene).

Für Kindertagesstätten 

gibt es altersgemäße Angebote für Elementares Musizieren mit den Schwerpunkten „Rhythmik/Musik und Bewegung“ oder „Tanz“. Lieder, Verse, aber auch elementare Instrumente und vielfältige Materialien bieten Anregungen für die Entwicklung der ganzheitlichen und individuellen Ausdruckskraft eines jeden Kindes. Die Stimme wird beim Singen und Sprechen als wesentliches Ausdrucksmittel erfahren. Auch die natürliche Bewegungsfreude steht in enger Verbindung zu musikalischen Aktivitäten, besonders dem Musikhören und ist hilfreich bei der Entwicklung der Tonvorstellung.

Kurse für Kindertagesstätten des Bezirks Tempelhof-Schöneberg finden in den Räumen der Leo Kestenberg Musikschule statt. Die Lehrkräfte können auch in der Kita unterrichten, wenn hier geeignete Räume und Ausstattung bereitgestellt werden.

Bewerbungen der Kita-Leitung nimmt die Fachgruppenleitung ganzjährig entgegen.

 

Für Allgemeinbildende Schulen

wird Elementares Musizieren im Kursformat für Halbklassen und auch instrumentaler Unterricht in Gruppen angeboten.

Elementares Musizieren für Halbklassen erfolgt in den Fachrichtungen „Rhythmik“, „Elementare Musikpädagogik“ und „Tanz“ am Vormittag (siehe Elementares Musizieren). Das Angebot ist abhängig von den zur Verfügung gestellten Räumen und der instrumentalen sowie technischen Ausstattung.

Instrumentaler Gruppenunterricht kann den Kindern helfen, ein geeignetes Instrument für sich zu entdecken. Durch die Hör- und Bewegungsschulung am Instrument erfolgt auch eine Sensibilisierung des taktilen und visuellen Wahrnehmungsvermögens, die Feinmotorik wird entwickelt. Es können Gruppen mit vier bis fünf oder sechs bis acht Schülerinnen und Schülern eingerichtet werden.

Wird ein „Instrumentenkarussell“ (siehe Elementares Musizieren) gewünscht, erfolgt der Unterricht an mindestens vier verschiedenen Instrumenten zugleich, es werden entsprechend vier Unterrichtsräume gleichzeitig benötigt.

Ein mögliches Gruppenformat ist die „Youngsterband“ (siehe Jazz/Rock/Pop und Bandklassen). Kinder und Jugendliche erkunden in Band-Formation (Keyboard, E-Gitarre, E-Bass, Schlagzeug, Gesang) die Welt der Popularmusik.

„Klassenunterricht“ für Streich- oder Blasinstrumente ermöglicht Schülerinnen und Schülern von Beginn an intensive Musik- und Gemeinschaftserlebnisse.

Unsere Angebote für instrumentalen Gruppenunterricht am Vormittag oder in der schulischen Betreuungszeit sind kostenpflichtig. Ermäßigung ist möglich: 30% bei geringem Familieneinkommen oder 50% für Inhaber des Berlin-Pass´, ein schriftlicher Nachweis ist erforderlich.

Bewerbungen der Schulleitung nimmt die Fachgruppenleitung ganzjährig entgegen. Bei Interesse oder wenn Sie weitere Fragen haben, schreiben Sie uns eine E-Mail oder rufen Sie uns an. Wir beraten Sie gern.

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Internationaler Austausch

Die Leo Kestenberg Musikschule pflegt intensive und nachhaltige internationale Beziehungen.
Unsere Schülerinnen und Schüler unternehmen Musikfahrten in ferne Länder und wir empfangen Gäste aus unterschiedlichsten Kulturen.

Unser wichtigster Partner ist das Givatayim Conservatory.
Leo Kestenberg (1882-1962), der Namensgeber unserer Musikschule, setzte dort seine Arbeit als Musikpädagoge und Pianist fort, nachdem der Musikpolitiker der Weimarer Republik im Jahre 1932 vor den Nationalsozialisten aus Berlin fliehen musste.

Mit Givatayim, nahe Tel Aviv, führen wir seit 2009 einen regelmäßigen Austausch durch, zunächst mit unserern Orchestern und später auch mit Schüler_innen und Kolleg_innen aus anderen Fachgruppen.

Jugendliche beider Länder begegnen sich für gut eine Woche entweder in Berlin oder in Givatayim, um zu proben, Konzerte zu geben und dabei viel Zeit, auch private, miteinander zu verbringen.


Gruppenfoto

Dieser Austausch ließ über die Jahre Freundschaften zwischen den Lehrenden und Lernenden entstehen und führte dazu, dass Schüler_innen unserer Musikschule ein Musikstudium in Israel aufnahmen und umgekehrt, dass Schüler_innen des Givatayim Conservatory zum Musikstudium nach Deutschland kamen.

Mit unseren israelischen Gästen bestritten wir gut besuchte Konzerte in der Berliner Philharmonie und waren auf persönliche Einladung des Bundespräsidenten im Schloss Bellevue.

Musiker und Dirigent

Darüber hinaus haben wir unseren Schüler_innen auch Reisen in viele andere Länder ermöglicht, wie z.B. in die Schweiz, nach Frankreich, Island oder Polen, sowie in die südamerikanischen Staaten Urugay und Argentinien.
Dabei konnten wir zwei jungen Solisten des Sozialprojektes "Orquesta de Juveniles" zu einem Auftritt in der New Yorker Carnegie Hall verhelfen.

Über Jahre hinweg erhielten wir aus den USA ein Stipendium für eine Sommerakademie Klavier, zu der wir je ein bis zwei Pianist_innen nach Ithaca/New York entsenden konnten.

Auch mit der Musikschule "Lidingö" in Stockholm hatten wir eine wechselseitige Fachkräftebegegnung zur Vorbereitung eines Schüleraustausches.

Regelmäßig empfangen wir Gegenbesuche. Diese Begegnungen mit musizierenden Jugendlichen aus anderen Kulturen, die andere Sprachen sprechen, sind für alle Beteiligten eine spannende und prägende Zeit.

 

31.3.2022

Besuch aus Izmir.
Die Leitenden der dortigen Berufsfachschule, die auch Projektpartner des Erasmus-Projektes* "Musiandra" sind, kommen zu einem Kennenlernen mit unserer Musikschulleitung zusammen. 

* Das Erasmus-Plus-Projekt "Musiandra":
Die Leo Kestenberg Musikschule nimmt seit März 2021 an einem Erasmus-Plus-Förderprojekt teil.
Partner_innen aus Frankreich, Spanien, Island und der Türkei erarbeiten Strategien, wie auch in Zeiten von Corona digital miteinander musiziert werden kann. 
Dieses neu gewonnene Wissen wird in Workshops vorgestellt und vermittelt.
Podcasts werden online gestellt.

Mehr dazu finden Sie im Internet unter:

www.musiandra.com 

sowie auf Instagram musiandra_org

und auf Facebook Musiandra Music and drama - online and together

Im Rahmen von Musiandra finden auch reale Begegnungen unter Schüler_innen und Projektpartner_innen statt.
So hatten wir im November jugendliche Klavierschüler_innen aus Island und Frankreich zum Vierhändigspielen mit unseren Schüler_innen zu Gast.

22.5.-29.5.

Mit Island besteht seit 2016 ein Austausch im Bereich Klavier. Die letzte Begegnung fand in Isafjörđur in der dortigen Musikschule "Edinborg" statt.

18.6.-23.6.

Eine unserer Bands fährt im Rahmen von "Musiandra" nach Charenton-le-Pont, um dort gemeinsam mit unserem Partner-Konservatorium "André Navarra" bei der Fête de la Musique aufzutreten. 

25.9.-2.10.

Erstmals kommt eine Bigband vom Givatayim Conservatory/Israel, um mit unserer Jazz-Abteilung zu kooperieren. 
Schüler_innen und Lehrkräfte des Givatayim Conservatory und der Leo Kestenberg Musikschule fahren gemeinsam nach Koszalin, Partnerstadt von Tempelhof-Schöneberg in Polen. 
Dort findet alljährlich das Hansa-Festival statt, zu dem wir mit unseren israelischen Freund_innen eingeladen sind. 

16.10.-23.10.

Das nächste Klavier-Vierhändigspielen findet in Charenton-le-Pont an unserem Partner-Konservatorium "André Navarra" statt.

27.11.-4.12.

Als neues Format gestalten wir eine Kammermusik-Begegnung in Israel.
Verschiedene Instrumente sollen in kleinen Formationen aufeinander treffen.