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NEWS Juni/Juli 2022

 

Fachgruppe 8 Musikkulturen der Welt, Tanz und Musiktheater

Willkommen! Salam alaikum! Hoşgeldin! Bienvenidos! Welcome! Konichi wa!

Wer Interesse an afrikanischer, arabischer, türkischer, asiatischer, südamerikanischer oder traditioneller europäischer Musik und Instrumenten hat, ist hier richtig! Das Angebot der Fachgruppe Musikkulturen der Welt ist Ausdruck der kulturellen Vielfalt Berlins und des Bezirks Tempelhof-Schöneberg. Außer Unterricht und Ensembles aus den Musikkulturen der Welt gibt es in dieser Fachgruppe auch spannende Angebote und Projekte für Musiktheater, z.B. HipHop für Kinder oder African Moves für Erwachsene.

Die Fachgruppe Musikkulturen der Welt wurde Mitte der achtziger Jahre an der damaligen Musikschule Tempelhof gegründet. Sie ist damit eine der ältesten Weltmusik-Abteilungen an einer öffentlichen Musikschule. Aktuell ist die Leo Kestenberg Musikschule eine der wenigen Musikschulen, die besondere Instrumente wie Alphorn, japanische Shakuhachi oder westafrikanisches Balafon im Einzel- oder Ensembleunterricht anbietet und  die einzige, an der die Langbrettzither Koto der japanischen Hofmusik oder die koreanische Janggo unterrichtet wird.

Einige der internationalen Instrumente wie Baglama, keltische Harfe, Cimbalom oder Balafon können schon von Kindern erlernt werden, andere eignen sich eher für Jugendliche oder Erwachsene.

30 Lehrer_innen unterrichten etwa 30 internationale Instrumente aller Kontinente. Die über 20 Ensembles treten in zahlreichen Veranstaltungen auf, wie beim interkulturellen Bezirksfestival CrossKultur oder Fachgruppenkonzerten wie "Von Schöneberg in die Welt". Die Dozent_innen sind in der Konzertreihe "Klänge der Welt" in der Dorfkirche Tempelhof zu erleben.

Die Fachgruppenleiterin Gaby Bultmann arbeitet selbst im Schnittbereich zwischen alter und traditioneller Musik. Sie spielt auch arabische und japanische Musik und konzertiert auf vielen Arten von Flöten. Diese werden ebenfalls von ihr unterrichtet: mittelalterliche und barocke Blockflöten, irische und spanische Flöten oder Flöten mit 8, 6 oder 3 Grifflöchern!

Informationen und Fächerliste

Naoko Kikuchi – Koto

Naoko Kikuchi ist Meisterin der japanischen Langbrettzither Koto. - Ein Meistertitel bedeutet immer auch, dass man sein Wissen weitergibt. So wurde 2015 die Sawai Koto Klasse an unserer Musikschule gegründet. Ursprünglich war die Koto ein Instrument des Gagaku-Orchesters am japanischen Kaiserhof. Die "Sawai Koto Schule", an der Naoko Kikuchi unter anderem studierte, modernisierte das Instrument, seine Klangsprache und Spieltechnik. Es entstanden neue, kraftvolle Solo- und Ensemblemusiken, doch stets wird auch die traditionelle Musik gelehrt. Naokos Schüler bekommen Einzelstunden und Ensembleunterricht. Sie können bei ihr außerdem die "Shamisen", eine japanische Laute, lernen.

Naoko Kikuchi ist eine international bekannte Musikerin für traditionelle oder neue japanische und europäische Kammermusik . Sie spielte viele bedeutende Uraufführungen und Improvisationen und wirkte in zahlreichen Orchester-, Opern- und Pop-Projekte mit. Im Jahr 2012 nahm sie an der Einspielung „Barcelona Special“ - Freddie Mercury & Montserrat Caballé - (Island Records) teil.

Robert van den Dolder bietet bei uns Kurse in HipHop/Streetdance für Kinder und Jugendliche an, u.a. in der Alten Mälzerei in Lichtenrade. Während der Corona-Epedemie entwickelte er überdies mit viel Erfolg das Online-Format „Urban Flow“ - Körperübungen für Beweglichkeit, Muskelaufbau und Entspannung.  

Van den Dolder ist ein vielseitiger Tänzer, Performer, Choreograph und Tanzlehrer.  Er studierte an der Dance Academy Brabant in Tilburg in Holland und bei vielen Privatlehrern und arbeitete u.a. mit Pina Bausch im Tanztheater Wuppertal, im Folkwang Tanzstudio in Essen, bei der Steptext Dance Company in Bremen sowie in verschiedenen Tanzensembles in Rotterdam und Amsterdam.

Er unterrichtet an Musikschulen, an der Berliner Landesmusikakademie  und in Tanzschulen, wie der Tanzfabrik Berlin. In seinem Unterricht werden verschiedene Streetdance-Stile (HipHop, Break, Popping, Locking, House etc. ) gemischt, gewürfelt und gerockt, um eigene Styles zu entwickeln. Motto: Music im Gepäck Y´all!!!

Besondere Ereignisse

Es schneit auf meiner Netzhaut

Eine apokalyptische Musical-Groteske der Studienvorbereitung Musical der Leo Kestenberg Musikschule unter der Leitung von Dorothee Dalg, basierend auf Texten von Sibylle Berg.

Vorstellungen:

Samstag, 25.06.22, 20 Uhr / Freitag, 01.07.22, 20 Uhr
in der Weißen Rose, Martin Luther Straße 77, 10825 Berlin

Der große Abschiedsmonolog einer sterbenden Selbstmordattentäterin, die ihren
Bombenanschlag auf eine Versammlung libertärer Mittelschichtler, Gläubige des
Turbokapitalismus, überlebt hat, gerät zur taumelnden Farce.

Der Versuch, mit einem großen Knall aus der Welt zu scheiden, ist kläglich gescheitert,
der Monolog ein einziger Abgesang narzisstischer Kränkung. Die Suada mit der Frage
nach der Sinnhaftigkeit des Lebens mündet in einen humorvollen Tanz auf dem Vulkan,
die Sehnsucht nach dem Wahren in die emotionale Überhöhung des „Bigger Than Life“
von Musicalsongs. Da kann es sein, dass Rotkäppchen und eine Wilde Sau um die Ecke
kommen....

Das Show-Spektakel basiert auf Fragmenten von Sibylle Bergs Text „Und sicher ist mit mir
die Welt verschwunden“. Die vier Darsteller_innen streben den Beruf der/des
Musicaldarsteller_in an und befinden sich derzeit an der Leo Kestenberg Musikschule in
der Vorausbildung.

„...als hätten alle ihre Jahre, ihr Sein ganz einfach nichts gemacht.“

Es spielen, singen und tanzen Karoline Chmelensky, John Janzen, Yara Kramer und
Milena Lebus.
Musical-Playbacks: Tobias Bartholmess
Regie: Dorothee Dalg

Der Eintritt ist frei
Es wird um Spenden für geflüchtete ukrainische Musiker_innen und Musikschüler_innen
gebeten, die von dem Förderverein der Leo Kestenberg Musikschule unterstützt werden
und kostenlos Musikunterricht erhalten können.

Kontakt:
Leo Kestenberg Musikschule, www.lkms.de

Dorothee Dalg – dorothee.dalg@lkms.de

„Wir Kinder vom Kleistpark“ der Leo Kestenberg Musikschule veranstaltet Familienmitmachkonzerte
 

Sonntag, 12.06.2022, 12:00, Natur-Park Südgelände, Prellerweg 47-49, 12157 Berlin

Sonntag, 26.06.2022, 12:00, Haus am Kleistpark, Festzelt, Grunewaldstraße 6-7, 10823 Berlin

 

Die MiniBand von „Wir Kinder vom Kleistpark“ veranstaltet zwei mitreißende Konzerte mit internationalen Liedern und Tänzen für kleine und große Leute ab drei Jahre.

Das einstündige Programm lädt zum Mitsingen, Mittanzen, Mitklatschen oder Zuhören ein.

Der Eintritt ist frei

Kontakt:

Leo Kestenberg Musikschule, www.lkms.de
Elena Marx-Erdogan – info@elenamarx.de

Copyright: Bild mit Kindern, Caroline Beth

 

Rückblick

8. Bläser-Ensembletag der Musikschule

Im Natur-Park Schöneberger Südgelände erklang am Sonntag, den 15. Mai den ganzen Tag Bläsermusik mit Holz – und Blechblasinstrumenten.

14 Ensembles der Fachgruppe Blasinstrumente präsentierten einen Ausschnitt aus der Musikschularbeit.

Im Giardino segreto eröffnete um 11.30 Uhr das Bläserquintett der Orchesterschule den musikalischen Tag. Danach folgten Querflöten, Fagotte, Hörner, Posaunen, Saxophone, verschiedene Gruppen, Bands und ein großes Blasorchester. Die Dudelsackgruppe beendete den Bläsertag auf der Wiese am Eingang.

Das schöne Frühlingswetter spielte mit, was sehr angenehm war und Musiker und Publikum  freute.

Danke allen Beteiligten für die musikalische Vorbereitung und danke GrünBerlin für die Zusammenarbeit!

Wir kommen im nächsten Jahr gerne wieder in den Park zum 9. Bläser-Ensembletag.

Martina Schraps

Leiterin Fachgruppe Blasinstrumente

 

NEWS März/April 2022

Die Alte Mälzerei und das erste halbe Jahr: Ein Blick zurück

Wir alle haben es schon mal erlebt: nach einem Umzug dauert es eine Weile, bis die Dinge ihren Platz gefunden haben, Mängel beseitigt und Abläufe geregelt sind und die Systeme funktionieren. So war es auch nach dem Start des Musikschullebens in der Alten Mälzerei: Wir haben eine aufregende Einstiegsphase hinter uns gebracht mit vielen Schnupper- und Eröffnungsangeboten, haben erste Erfahrungen mit Veranstaltungen in diesem besonderen Haus gesammelt und viele Herausforderungen bewältigt. 

Unser Angebot umfasst den Einzelunterricht in vielen instrumentalen Fächern einschließlich Gesang.

Wir bieten aber auch Kurse an

- Klangforschung und Komponieren - für alle Altersstufen
- Instrumentenkarussell sowie Rhythmik (Tanz und Bewegung) -  für unsere Jüngsten
- Djembé (Afrikanische Trommeln) - für alle Altersstufen
- Tanz - für Teenies
- African Mooves - für Erwachsene
- Streicherensembles - für Kinder und für Teenies

 

Wir freuen uns auf die Älteren

Nach den Sommerferien 2022 startet unser Seniorenchor, immer mittwochs von 11:00 Uhr - 12:30 Uhr im Spiegelraum. Unter dem Motto „Der fröhliche Morgenchor" möchte Heike Gerber mit Ihnen quer durch ein buntes Programm singen.

Wer nicht regelmäßig kommen kann oder mag, ist eingeladen, das offene „Singen für Leib und Seele“ zu besuchen.  Mehrmals im Jahr lädt Gesine Matthes-Weitzel dazu ein. Es geht um Lieder zu Jahreszeiten, Festen, Tageszeiten, aus verschiedenen Genres – eben alles, was Spaß macht und die Seele zum Schwingen bringt. Erster Termin: Samstag, 25.6.22 von 11:00 Uhr - 12:15 Uhr im Spiegelraum der Alten Mälzerei.

Neugierig? Sie sind herzlich willkommen- wir freuen uns auf sie!

Weitere informationen dazu und zum Anmelden erhalten sie gerne bei der Zweigstellenleiterin Gesine Matthes-Weitzel. Sie ist erreichbar per mail (gesine.matthes-weitzel@lkms.de) oder Telefon (Sprechzeiten: dienstags und donnerstags, 12:30 -14:30 unter 90277-3784).

MITARBEITERIN IM PORTRAIT

Die Perkussionistin Bo-Sung Kim

Ich heiße Bo-Sung Kim, ich bin in Seoul, der Hauptstadt Südkoreas, geboren und in Berlin aufgewachsen. Schon als Kind packte mich die Leidenschaft für die Koreanische Perkussionsmusik, so dass ich mich nach meinem Abitur für den Studiengang Koreanische Traditionelle Performancekünste an der Korean National University of Arts in Seoul bewarb und mit großem Glück einen Studienplatz bekam. Im Rahmen des Studiums lernte ich unter anderem die unterschiedlichen regional geprägten Stile im Pungmul, eine Performanceart, die aus der ländlichen Kultur stammt und hauptsächlich musikalisch perkussiv und in tänzerischer und akrobatischer Darstellungsform aufgeführt wird, die verschiedenen musikalischen Stile in den koreanischen schamanistischen Ritualen und verschiedene Maskentanzperformances und ihre Musik.

Seit 2004 lebe ich wieder in Berlin und habe seitdem in verschiedensten Formaten und Einrichtungen Unterricht in Koreanischer Perkussion gegeben.

Seit 2021 unterrichte ich auch an der Leo Kestenberg Musikschule, was für mich persönlich eine große Bedeutung hat. Ich selbst hatte seit meiner Kindheit bis zum Erwachsenenalter Unterricht an einer Berliner Musikschule erhalten dürfen. Dass ich selbst irgendwann Koreanische Perkussion an der Musikschule unterrichten würde, hätte ich mir nie erträumt. Aber nun bin ich überzeugt davon, dass das so richtig ist. Denn Musik ist Musik, ob Koreanische Musik, klassische Musik oder Musik aus Ghana, sie alle verbindet die Sprache der Musik, die universell und zutiefst menschlich ist, die überall verstanden werden und das Herz berühren kann. Dieses Verständnis möchte ich durch meinen Beitrag zum Unterrichtsangebot der Leo Kestenberg Musikschule vor allem unserer jüngeren Generation vermitteln, und eine Möglichkeit geben, mit einer Selbstverständlichkeit zu den verschiedenen Musikkulturen, die aus auf unserer Welt gibt, aufzuwachsen und auch die Koreanische Musik, nicht als etwas exotisch Fremdes, sondern sich eigen machen zu können.

Meine Leidenschaft zur Musik, die mich durch mein Leben getragen hat, schwingt natürlich auch im Unterricht mit und ist das Wesentliche, was ich meinen Schüler_innen, ob jung oder alt, mitgeben und erlebbar machen möchte.

 

MITARBEITER IM PORTRAIT

Dietmar Herriger

Flötist, Klarinettist, Saxophonist und Meister der Shakuhachi

 
Ich bin ein musikalischer „Späteinsteiger“, schon mit 14 Jahren war mir klar, dass ich Fotograf werden möchte.
Aber da kreuzte kurz vor dem Abitur die Querflöte meinen Lebensweg und so begann ich Noten zu lernen und zu üben. 
 
Nach endlich bestandener Aufnahmeprüfung folgte das Studium der Instrumentalpädagogik im Fach Querflöte an der HFM in Detmold. Alles was ich auf der Flöte lernte, habe ich auf das Saxophon und die (Bass-) Klarinette übertragen und diese Instrumente vor allem in improvisierter Musik und im Jazz genutzt.
 
Während des Studiums habe ich durch einen glücklichen Zufall die japanische Bambusflöte Shakuhachi kennengelernt. Die Faszination für die Musik und Kultur Japans war so groß, dass ich nach bestandenem Examen und Übersiedlung nach Berlin, im Jahr 1988 nach Fukuoka gereist bin. Dort habe ich ein Jahr lang in einem Zentempel gelebt, gearbeitet, meditiert und Shakuhachi gelernt. Nach vielen erneuten Japanaufenthalten und Unterricht bei meinen verehrten Lehrern habe ich  im Jahre 2011 den Meistertitel und den Namen IPPU verliehen bekommen.
 
Seit Herbst 1989 unterrichte ich an der Leo Kestenberg Musikschule und unterrichte Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen. Da ich mich in vielen Bereichen der Musik auskenne, kann ich ein breites musikalisches Spektrum von Klassik, Jazz, Klezmer und Weltmusik bis hin zur freien Improvisation auf allen Instrumenten anbieten. Über den Einzelunterricht hinaus lasse ich meine Schüler und Schülerinnen in Trios und Quartetten miteinander musizieren und veranstalte zweimal im Jahr mit ihnen Konzerte.
 
Seit vielen Jahren beschäftige ich mich mit elektronischer Musik, Sequenzern, Effekten und Loopern, Synthesizern und modularer Synthese, und deren Übertragung mittels PA. All diese neuen Klangerzeuger und Effektgeräte betrachte ich als Erweiterung der eigenen musikalischen Möglichkeiten. Die Nutzung von Liveelektronik kann eine echte Bereicherung für jeden Musiker sein. Da gibt es viele spannende Sachen zu entdecken und auszuprobieren. Dieses Wissen vermittle ich nun in Form von Synthesizer- und PA-Workshops in Theorie und Praxis . (siehe „Workshops“ weiter unten)

FACHGRUPPE IM PORTRAIT

ALTE MUSIK

Die FG Alte Musik ist offen für Interessierte jeder Altersgruppe, die ihre Kenntnisse im Instrumentalspiel oder im Gesang durch historische Spielpraktiken oder Stile von der Antike bis zu Renaissance und Barock erweitern und vertiefen möchten.

Wir erteilen Einzelunterricht, u.a. für Barockgeige, Barockgesang, Barockharfe, Barockoboe, Cembalo, Gambe, Krummhorn, Perkussion, Psalter, Renaissanceblockflöte und Traversflöte. Ggf. können Sie bei uns ein Leihinstrument erhalten.

Daneben bieten verschiedene Ensembles eine Möglichkeit, die stilistische Bandbreite und den spielerischen Reichtum Alter Musik im gemeinsamen Musizieren kennenzulernen, wie z.B.: „Die Kleine Barockband“, Leitung: Matthias Haase; „Das Blockflötenensemble“, Leitung: Dorothea Kammer; „Das Renaissance Blockflötenensemble“, Leitung: Gaby Bultmann oder „Der Renaissance-Tanzkurs“ von Klaus Abromeit. Nach dem Tod unserer geschätzten Kollegin Laury Randolph wird demnächst das von ihr gegründete „Geigen- und Gambenconsort“ fortgeführt. Im Aufbau befindlich ist überdies ein Musiktheaterkurs zur Aufführung von Barockopern, historischen Lustspielen u.ä. unter Leitung von Katja Mengeringhausen, sowie Unterricht im Fach Gambe.

Überdies können Sie sich an kleineren und größeren Fachgruppenprojekten beteiligen, wie z.B. an szenischen Projekten (zuletzt „King Arthur“ nach Purcell), Orchesterkonzerten (z.B. mit historischer Tafelmusik) oder Tanzfesten (z.B. „Tanzfest auf dem Lande“) sowie an Workshops zu verschiedenen Themenschwerpunkten, etwa zu „solistischer Kammermusik“.

Wir sind bestrebt, ein fachgruppen- und musikschulübergreifendes Netzwerk aufzubauen, um unser Angebot durch gezielte Zusammenarbeit zu erweitern. Bereits jetzt besteht die Möglichkeit, an Führungen im Musikinstrumenten-Museum teilzunehmen oder Konzerte Alter Musik zu besuchen, die im Rahmen der Reihe Dozentenkonzerte „Klänge der Welt“ in der Alten Dorfkirche Tempelhof veranstaltet werden.

Nehmen Sie Kontakt mit uns auf und lassen Sie sich beraten! Wir stehen Ihnen gerne zur Verfügung. Unter „Ereignisse im Portrait“ finden Sie einen Hinweis auf ein Konzert der Fachgruppe Alte Musik: „Fiorentiner Camerata“ am 10.6.2022 in der Weißen Rose

Anmeldungen und Anfragen für Unterricht in der Fachgruppe Alte Musik bei theda.weber-lucks@lkms.de, Sprechzeiten

Donnerstags 11.00-13.00 Uhr unter 90277-6974

 

NEWS Januar/Februar 2022

Erste Edition! - Viel Spaß beim Lesen und Entdecken!

 

Mitarbeiter im Portrait

Alexander Riedmüller Fachgruppenleiter der Fachgruppe 1 (EMP)

Alexander Riedmüller ist Klarinettist, Musik- und Bewegungspädagoge sowie begeisterter Body Musician. Er studierte an der Hochschule für Musik Franz Liszt Weimar, danach an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, wo er 2011 seine Abschlussprüfung absolvierte. Dort belegte er den Schwerpunkt „Rhythmik in der Inklusionspädagogik“ und hat bis heute Freude daran, Unterricht und Workshops für Menschen aller Lerngeschwindigkeiten und Voraussetzungen anzubieten.

 „Die Arbeit an der Musikschule macht mir Spaß, weil es dort viele unterschiedliche Entfaltungsmöglichkeiten für Klein und Groß gibt. Egal, ob man im Einzelunterricht besser auf einem Instrument werden möchte oder in Ensembles Zusammenspiel erleben möchte: Für jedes Alter und alle Niveaustufen gibt es etwas Interessantes zu erleben!“

Nach seinem Studium in Wien lebte er einige Jahre in Südamerika, wo er unterschiedliche künstlerische und pädagogische Projekte im Bereich Musik und Theater initiierte. Nach einigen Jahren in Hamburg als Koordinator für ein Zertifikatsstudium für internationale Musiker_innen an der dortigen Hochschule für Musik und Theater zog es ihn zurück nach Berlin, wo er seit April 2021 an der Leo Kestenberg Musikschule als Fachgruppenleitung Elementare Musikpädagogik arbeitet.

https://www.lkms.de/elementare-musikpaedagogik

 

Neue Unterrichtsangebote im Porträt

Musiktheater mit der Sängerin, Rhythmikerin und Musikpädagogin Hilde Kappes

Seit dem Schuljahr 2021/22 unterrichtet die Sängerin, Rhythmikerin und Musikpädagogin Hilde Kappes an der Leo Kestenberg Musikschule:

Hilde Kappes arbeitet mit ihrer Stimme und am Flügel, mit dem Zauber von Sprache und der Kraft des Rhythmus, mit den Tönen aus Abflussrohr und Plastik-Wasserflaschen sowie vielen weiteren „offiziellen“ und „inoffiziellen“ Instrumenten. Ihre Kunst spiegelt ihre fundierte Ausbildung, unter anderem in der rhythmisch-musikalischen Pädagogik (Musik- und Bewegungs-Pädagogik) in Wien und der Theaterarbeit nach Jacques Lecoq. 20 Jahre Bühnen-Erfahrung, ein großes Maß an Spontaneität und Intuition für die Zeit, den Raum runden ihr Profil ab. Sie bietet einerseits Musiktheaterkurse für Kinder, als auch zusammen mit Alexander Riedmüller Inklusiven Unterricht an:           

„Musik in all ihren Facetten gibt uns die Möglichkeit, Vielfalt in uns zu erwecken, uns im Ausdruck zu fördern - sowohl über den Körper, durch Bewegung und Tanz, als auch über die Sprache, Texte und Materialien kreieren wir unser eigenes musikalisches Theater!“

Termin: Dienstag 17 bis 18 Uhr, davon mind. 45 Min. Unterricht
Ort: Schöneberg, Haus am Kleistpark, Grunewaldstraße 6-7, 10823 Berlin
Preis: 20,30 € im Monat
Information und Anmeldung: alexander.riedmueller@ba-ts.berlin.de
Mi, 11-13 Uhr, 90277 7511
 

Impro inclusive - Neues Inklusionsprojekt der EMP

Musik, Tanz, Stimme für Erwachsene

Ein Ensemble für Menschen mit und ohne Behinderungen

Gemeinsam Instrumente spielen, singen, sich bewegen und kennenlernen, Neues erfinden. Hier hat Platz, was uns Spaß macht und was wir spannend finden. Hilde und Alexander möchten einen Ort schaffen, wo man ausprobieren und gemeinsam musikalisch gestalten kann.

Leitung: Hilde Kappes, Alexander Riedmüller
Ort: Mehrzweckraum (2.OG mit Aufzug) Werbellinsee Grundschule, Luitpoldstr. 38, 10781 Berlin
Ab Februar 2022 immer Donnerstags von 16 bis 17 Uhr.
Information und Anmeldung: alexander.riedmueller@ba-ts.berlin.de
Sprechzeit Mi 11-13 Uhr, 90277 7511
 

African Moves - mit Heidi Olech

Die Kollegin Heidi Olech bietet African Moves für Erwachsene an

Der African Moves-Kurs mit Heidi Olech in der Alten Mälzerei Lichtenrade ist gestartet - es können noch interessierte erwachsene Einsteiger_innen reinschnuppern und einsteigen! Der ruhig und erdige Tanzstil Benins kombiniert mit Rücken- und Wahrnehmungsübungen

Leitung: Heidi Olech  Dienstag von
Ort: Alte Mälzerei am S-Bahnhof Lichtenrade im Spiegelraum
Tag und Zeit: Dienstags 19-20:30 Uhr
Information und Anmeldung: gaby.bultmann@lkms.de
 

Ereignisse im Porträt

Unsere Gewinner_innen von Jugend Musiziert 2021

Auch beim diesjährigen Wettbewerb Jugend musiziert waren zahlreiche Schülerinnen und Schüler der Leo Kestenberg Musikschule erfolgreich vertreten - 22 Teilnehmer_innen trotzten den widrigen Bedingungen des Video-Wettbewerbs und der Vorbereitung im Online-Unterricht und erreichten fast durchweg 1. Preise! Sechs Teilnehmer_innen wurden sogar in den Bundeswettbewerb weitergeleitet - herzlichen Glückwunsch an alle Gewinner_innen aus den Kategorien Musical, Querflöte solo, Blockflöte solo, Horn solo, Trompete solo, Klavier und ein Streichinstrument, Klavier vierhändig und an den jungen Klavierbegleiter! Genauso geht der Glückwunsch natürlich an die engagierten Lehrer_innen, die so manche Extrastunde in den Online-Unterricht investierten - Dorothea Dalg, Thea Nielsen, Gaby Bultmann, Martina Schraps, Marcos Gomis, Robert Colban, Peter Wünnenberg, Jairo Geronymo, Svetlana Rogovtsova, Maja Blonstein, Holger Simon, Eva Csermak, Allan Manhas und Cordula Heiland! Danke auch den Korrepetitor_innen Elke Schrepel und Bijan Azadian!
Mittlerweile wird in der Musikschule schon wieder eifrig für 2022 geprobt, wir drücken die

Hier geht es zur Übersicht

 

Blick zurück

Draußen Stadt – Konzerte an Berliner Brunnen und im Zelt

Dieses Jahr war ein besonderes, denn es war für die Leo Kestenberg Musikschule ein erstes „Draußenstadt-Jahr“. Ermöglicht wurde es durch Fördermittel vom Berliner Kultursenat, die als Corona-Soforthilfe an die kulturellen Fachbereiche der Bezirke ergingen und dort für künstlerische Projekte an Freiberufler_innen zu vergeben waren. Beantragt, organisiert und begleitet wurde dies von unserer Kollegin Dr. Theda Weber-Lucks; Vielen Dank, Theda!

Gemeinsam mit den Kommunalen Galerien Tempelhof-Schöneberg wurde ein geräumiges Zelt für das Haus am Kleistpark angeschafft und veranstaltungstauglich gemacht. Dort gab es dann wöchentlich bis zu drei Konzerte ganz unterschiedlicher Art, bei denen sich das Kollegium und Schüler_innen von Alter Musik und Klassik bis hin zu Samba und Jazz, neuer und frei improvisierter Musik oder japanischen Koto-Klängen präsentierte. Die Akustik war für Zeltverhältnisse dank des Holzschwingbodens wunderbar und die Schöneberger Nachbarschaft zeigte reges Interesse.

Einen besonderen Veranstaltungsschwerpunkt bildete die fünfteilige Reihe der Brunnenkonzerte der Fachgruppe für Neue Musik, Performance und Klangkunst. Erstmalig wurden dabei Brunnen der Berliner Romantik und Moderne (Kreuzberg-Wasserfall, Storchenbrunnen, Hirschbrunnen, Löwenbrunnen und Lebensalterbrunnen) als urbane Inszenierung wahrgenommen und bespielt. Jeder Brunnen bekam seine eigene musikalische Darstellungsform.  So entstand auf den Stufen zum Hirschbrunnen im Rudolf-Wilde-Park vor zahlreichen Lauschenden eine Mini-Oper, die mit Männerchor, Waldhornquartett, Opernsänger und Solist_innen-Ensemble der Fachgruppe die Erinnerung an zentrale romantische Werke - Freischütz, Tannhäuser und Winterreise - im Rauschen der Wasserspiele gleichsam auf- und untergehen ließ. Am Lebensalterbrunnen am Wittenbergplatz hingegen wurde der Happening-Charakter des 1970er Jahren entworfenen Figurenensembles aufgegriffen (s. Bild). 

Der Möglichkeit einer Fortführung dieser inspirerenden Erfahrungen im städtischen Raum sehen alle Beteiligten hoffnungsvoll und mit Vorfreude entgegen.

Jubiläum

Wir gratulieren zum 25-jährigen Bestehen der SYNKRETIS Big Band unter Leitung von Egbert Nass

Die SYNKRETIS Big Band gehört seit 1995 zu den beständigsten Jazz-Formationen der Berliner Jazz-Szene. In Anlehnung an den Begriff „Synkretismus”, der u.a. für die Vermischung verschiedener Kunststile steht, ist der Name „Synkretis“ entstanden. Darin kommt zu Ausdruck, dass das Repertoire der Big Band sich keinem bestimmten Stil und die Musizierart sich keiner bestimmten Schule verpflichtet fühlt. Es werden in der Hauptsache gedruckte original Big-Band-Arrangements einstudiert, bei denen  einerseits Authentizität angestrebt wird, aber auch Freiraum für eigene Interpretationen bleibt. Die Band tritt mehrmals im Jahr zu unterschiedlichen Anlässen auf. Das Repertoire reicht von „Swing bis Funk“.

Die Synkretis Big Band ist eine wirkliche Musikschulband. Sie setzt sich aus interessierten Hobbymusiker_innen zusammen.  Mitmachen kann jede_r, der/die Lust hat. Es werden keine Probespiele o.ä. gemacht. Die Mitspielwilligen sollen selbst einschätzen, ob sie in absehbarer Zeit (ca. ein Jahr) sich das Repertoire erarbeiten können, das auch an das Niveau der aktuell Mitspielenden angepasst wird. Nach oben sowie nach unten. Der Anspruch ist, gemeinsam Fortschritte zu machen und die Stücke konzertreif zu proben.

 http://www.synkretis.de/Synkretis.htm


Unterrichtsanfrage für Einzel- und/oder Gruppenunterricht
zur Zeit bitte per E-Mail kontakt@lkms.de