Bezirksamt Tempelhof-Schöneberg von Berlin
 
Leo Kestenberg Musikschule
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Berlin Tempelhof-Schöneberg
 
 
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Andreas Eschen, Klavier

  • Klavierlehrer und Leiter des Fachbereichs Tasteninstrumente
  • Lehrbeauftragter für Klavierimprovisation und schulpraktisches Klavierspiel an der Universität der Künste (UdK) Berlin
  • Klavierunterricht
        - in Marienfelde (Mariendorfer Grundschule im Tirschenreuther Ring)
        - in Schöneberg (Haus am Kleistpark, Grunewald-Straße 6-7)
  • Unterrichtsschwerpunkte: "klassischer" Klavierunterricht, Klavierimprovisation

Improvisation
... ist der Versuch, die Musiksprachen, in denen man sonst nur Werke rezitiert, frei zu sprechen. Man kann es mit dem Unterschied von aktiven und passivem Wortschatz vergleichen. Der Wortschatz, den man passiv - als Hörer – verstehen gelernt hat, wird aktiviert in der eigenen Äußerung.

In der Vertrautheit mit den musikalischen Ausdrucksmitteln differenziert sich das Gespür für Folgerichtigkeit in der Musik aus. Der musikalische "Stil" ist - in der Erfahrungswelt des Spielers – eine Summe von Hörerwartungen. In unserer Zeit des Musizierens in mehreren, unterschiedlich alten Stilen haben sich verschiedene Hörerwartungen nebeneinander entwickelt.

Man lernt also, musikalische Stile im eigenen Anwenden und Erproben zu erfahren – sicherlich eine vielversprechende Art, um Werke gleichsam von innen her zu verstehen. Wer Musik improvisatorisch erfährt, denkt die musikalischen Kategorien prozesshaft. Ihn bewegt nicht die Frage, was die Musik ist, sondern wie sie wird. Musik, in einem solchen Prozess des Verstehens, bleibt offen, offenbart verschiedene Entwicklungstendenzen und steht in vielen Momenten gleichsam auf der Kippe. Kein Ton ist etwas von vornherein, seine Bedeutung ergibt sich erst im Zusammenhang und erschließt sich so erst allmählich.

Kein Teil ist nur einfach Teil, er hat die Tendenz mit den anderen zu kommunizieren, sich zu musikalischen Gestalten zu organisieren, in Kontrast zu anderen zu treten, Prozesse abzuschließen oder neue Prozesse in Gang zu setzen.

Zu anspruchsvoll für Improvisation? Nein, gerade der richtige Anspruch an den Prozess des Improvisierens. Kaum hat man eine Sequenzfolge begonnen, erklingt schon eine harmonische Fortschreitung. Diese weiterzuführen erfordert neue rhythmische Impulse. Darauf ändert sich die Dynamik der Musik. Die Mittel verdichten sich und treten für einander ein. Kein Element wirkt allein auf einer Ebene: Harmonik ist immer auch Stimmführung, Harmoniewechsel auch ein rhythmisches Ereignis, zugleich ändert er die dynamische Spannung der Musik. Jede neue Wendung beeinflusst die Musik insgesamt und nicht nur isolierte Parameter, Gegensätze verschmelzen und ein Gleiches wird zu etwas Neuem...

Es ist unmöglich, dies alles planend vorherzusehen. Grunderfahrung des Improvisierens ist der Gestaltwechsel. Das, was erklingt, wird anders als es geplant war. Eine wesentliche kreative Leistung bei der Improvisation stellt die Interpretation der soeben erklungenen Musik dar. Das ist durchaus nicht paradox. Es bedarf einer wachen und offenen Aufmerksamkeit, um dort Gestalten und Wirkungen wahrzunehmen, wo man sie gar nicht geplant hatte, und ein Gespür für mögliche, doch kurz zuvor noch unvorhergesehene musikalische Weichenstellungen zu entwickeln.

So bleibt eine rätselhafte Ambivalenz bei der Improvisation. Wenn der Klang mehr bedeutet als man "identifizieren" kann, belegt das nicht die Willkür des Spielers, der der Musik bald diese, bald jene Deutung aufzwingt? Doch der Spieler erlebt das Gegenteil: Gerade wo er der Musik eine Tendenz, eine Richtung abhorcht, die er nicht geplant hatte, gibt er gleichsam die Initiative ab. Er folgt der Musik – stärker als er jemals hätte planen können.

Damit die Improvisation "musikalisch" wird, kommt mehr ins Spiel als nur die Musik: Spannung – Entspannung, Bewegung – Ruhe, Zupacken – Loslassen, so könnten abstraktere Beschreibungen aussehen. Ebensogut kann die Musik gegenständliche Ausgangspunkte bzw. Anregungen haben: Bilder, Texte, assoziative Vorstellungen. Doch Musik hat die Kraft zu verwandeln, was in ihren Bannkreis gerät. So braucht man als Spieler nicht ängstlich darüber zu wachen, ob das, was der Musik als Ausdrucksabsicht vorausging, erhalten bleibt. In der Musik wird es zu etwas Neuem, darauf kann er neugierig sein.

 

Andreas Eschen, geb. 1953, studierte zuerst an der Freien Universität Berlin Germanistik und ev. Theologie, schloss das Studium mit dem Magister-Examen ab. Er studierte dann an der damaligen HdK Berlin (heute UdK) bei Frau Prof. Schmetstorff Musik und legte die Staatliche Musiklehrerprüfung (SMP) im Fach Klavier ab.

Seit 1979 ist er Lehrer an der Musikschule Tempelhof. Ausgebildet in "klassischer Musik", interessiert er sich auch für Jazz und Neue Musik. Er unterrichtet Klavierschüler ab 7 Jahren, sein Improvisationsunterricht richtet sich vorwiegend an Jugendliche und Erwachsene.

Seit 1990 beschäftigt er sich mit Musik und Computer, Sequencing und Notensatz – speziell mit den Programmen "Logic" und "Sibelius".

Er gibt Improvisationskonzerte, am liebsten gemeinsam mit anderen improvisierenden Musikern, u.a. mit Natalia Sidler, mit Thomas Schleußner-Schwarz und Felicitas Scharstein-Eickelberg. Lehrer und Schüler der Leo Kestenberg Musikschule lädt er gemeinsam mit Felicitas Scharstein-Eickelberg etwa alle zwei Monate zu offenen Improvisationsveranstaltungen mit verschiedenen Instrumenten ein.

In der Musikschule und der Landesmusikakademie hat er Fortbildungsveranstaltungen zur Klavierimprovisationen durchgeführt. Er hat an Unterrichtswerken von Prof. Herbert Wiedemann mitgewirkt. Seit 1991 unterrichtet er mit Lehraufträgen für Improvisation und schulpraktisches Klavierspiel an der UdK Berlin.

Über zwei Jahrzehnte war er als Lehrervertreter und Mitglied im Fachgruppenvorstand Musik der Gewerkschaft an der Interessenvertretung der Lehrer und der konzeptionellen Weiterentwicklung der Musikschulen interessiert. Er hat in vielen Gremien (Musikschulbeirat, Strukturkommission, AG Qualitätsindikatoren) die Entwicklung der Musikschulen mitgestaltet.

Aus dieser Arbeit erwuchs die Beschäftigung mit der Geschichte der Musikschulen und das Interesse an Leo Kestenberg. Er schlug vor, die Musikschule Tempelhof-Schöneberg in Leo Kestenberg Musikschule zu benennen, und bereitete 2005 zu dem Kestenbergprojekt der UdK und der LKMS die Ausstellung vor, die derzeit im Haus am Kleistpark zu sehen ist.

Andreas Eschen ist seit 1984 mit der Cellistin und Cellolehrerin Friederike Bauer-Eschen verheiratet. Sie haben drei (ziemlich) erwachsene Kinder.

 

Kontakt:
E-Mail: andreas.eschen@lkms.de

Jazz-Piano
Daniel Becker
Jürgen Düsterhues
Ludwig Endesfelder
Thomas Müller
Thomas Schleussner-Schwarz
Andreas Schmidt
Jazzvioline
Jean Berlescu
Sabine Besser
Béatrice Graw
Svetlana Rogovtsova
Peter Hofmann
Keyboard
Swetlana Antropowa
Daniel Becker
Stefan Breinl
Peter Kramer
Lutz Mieloszyk
Thomas Müller
Thomas Schleussner-Schwarz
Christoph Stranz-Kanus
Klarinette
Anton Bakan
Lutz Fußangel
Meike Goosmann
Dietmar Herriger
Cordula Heymann-Wentzel
Jacob Meyer-Rogge
Oliver Pfeiffer
Georg Stender
Klavier
Marianne Adelmann
Udo Agnesens
Cornelia Best-Hellwig
Maja Blonstein
Robert Colban
Jürgen Düsterhues
Felicitas Eickelberg
Ludwig Endesfelder
Andreas Eschen
Christian Feldbach
Ljubow Gaitsgori
Jairo Geronymo
Stefan Gretsch
Cordula Heiland
Rosemarie Heldt
Friedel Hoppe
Eiko Horikoshi
Ulrike Kowanda
Elena Marx
Thomas Menrath
Lutz Mieloszyk
Theresa Mieloszyk
Thomas Müller
Alexander Munterjan
Liana Narubina
Ursula Nonnemann
Yvonne Oeser
Edith Petri
Stefanie Rediske
Alla Schamrakow
Thomas Schleussner-Schwarz
Tanja Schölpen
Karin Schönemann
Elke Schrepel
Wolfgang Schulze
Elzbieta Sternlicht
Monika Stocksmeier-Krause
Hitomi Takeo
Friedrich Thomas
Gisela Trusheim
Pantcho Vladiguerov
Taisia Zapisochna
Komposition
Udo Agnesens
Iris ter Schiphorst
Kontrabass
Dirk Lüking
Klaus Tiedeken
Angela Bruton-Trüg
Laute
Ophira Zakai
Mandoline
Bärbel Schmidt-Bolwig
Oboe
Matthias Haase
Céline Meyer-Rogge
Sabine Reichling
Posaune
Robert Bauer
Dr. Timo Tietz
Tobias Trommer
Querflöte
Undine Barge
Anja Bossen
Rosemarie Heldt
Karin Henkes
Dietmar Herriger
Barabara Hill
Robert Hoare
Werner Soranjo Lang
Thea Nielsen
Clemens Prüfer
Andreas Tuchs
Andrea Welte
Angelika Vahldiek
Sabine Zumach
Saxophon
Undine Barge
Sabine Dieterle
Uwe Dohnt
Lutz Fußangel
Francois Galvani
Meike Goosmann
Dietmar Herriger
Robert Hoare
Peter Kerkloh
Shakuhachi
Dietmar Herriger
Schlagzeug/Percussion
Silvia Bauer
Thomas Berger
Thomas Börner
Youssef El Tekhin
Volker Fry
Dana Leichsenring
Mamadou Mbaye
Ronald Paetzold
Claudia Sgarbi
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Tanz
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Caren Gish
Heidi Olech
Traversflöte
Anita Spiegelberg
Trompete
Minoru Hirata-Komiya
Clemens Mai
Lars Mensching
Egbert Nass
Martina Schraps
Ud
Farhan Sabbagh
Viola
Irene Lahiri
Viola da Gamba
Laurie Randolph
Violine
Kathrein Allenberg
Ma Lou Bangerter
Gisela Bender
Jean Berlescu
Sabine Besser
Esther Freymadl
Béatrice Graw
Peter Hofmann
Ulrike König
Irene Lahiri
Helena Lünenbürger
Claudia Meinel
Alexander Ramm
Ulrike Röhrle
Svetlana Rogovtsova
Ann-Christin Rohrmann
Gennadij Schamrakow
Claudia Schönemann
Torella Ziemann
Waldhorn
Minoru Hirata-Komiya
Martina Schraps
Michael Tuchs